Montag, 12. Dezember 2011

Online-Dateiablagen

Wenn eine Innovation im sozialen Web meine Arbeitsweise revolutioniert hat, dann war es die Verwendung von Online-Dateiablagen. Ich verwende jetzt seit ca. zwei Jahren den Dienst Dropbox und bin damit äußerst zufrieden. In diesem Beitrag werde ich über Grundfunktionalität des Dienstes und meine persönlichen Erfahrungen damit berichten. 

Dropbox ist eine Online-Dateiablage, die es ermöglicht Dateien, Bilder, Dokumente, Musik, etc. online abzuspeichern und somit überall zugänglich zu machen. Anders als „One-Click-Hoster“ oder andere Cloud-Dienste bietet Dropbox ein kompaktes Programm, das einen Ordner auf der Festplatte mit dem Onlinespeicher synchronisiert. Das heißt, alle Dateien und Verzeichnisse, die man in diesem Ordner anlegt, werden automatisch mit dem Onlinespeicher synchronisiert. Hat man nun, wie in meinem Fall, mehrere Geräte, mit denen man an den gleichen Dokumenten arbeitet, so kann man die Geräte mit seiner Dropbox verbinden und die Ordner auf allen Geräten werden automatisch synchronisiert, sobald eine Internetverbindung besteht. Dies ermöglicht, dass man überall mit den aktuellen Daten arbeiten kann und man nicht viele verschiedene Versionen eines Dokuments auf verschiedenen Medien (USB-Stick, externe Festplatte, etc.) hat, bei denen man dann nach einiger Zeit nicht mehr weiß, welche die aktuellste ist. 

Ein weiterer Vorteil von Dropbox ist die Möglichkeit, Ordner oder Dateien mit anderen Teilnehmern zu teilen. Schreibt man zum Beispiel an einer Teamarbeit, so kann man für diese einen Ordner erstellen, der bei allen Teammitgliedern immer synchronisiert wird. In diesem Ordner kann man alle relevanten Dokumente der Gruppenarbeit für alle Teammitglieder zugänglich machen. Hier ergibt sich jedoch auch ein bedeutender Nachteil. Anders als bei Google Text und Tabellen, kann man nicht synchron an derselben Datei arbeiten, da hier widersprüchliche Versionen entstehen würden. Dafür kann man aber die gewohnten Officeanwendungen verwenden und ist nicht auf eine abgespeckte Onlineversion von Google angewiesen. Ein weiteres Problem stellt die Vergabe von Benutzerrechten dar, die in der Basisversion nicht integriert ist. So können alle Teilnehmer eines sog. „Shared Folders“ die darin enthaltenen Objekte verändern und auch löschen. 

In Punkto Sicherheit ist sind Online-Dateiablagen auch zu hinterfragen. Einerseits erhöhen sie die Sicherheit, indem man nicht auf lokale Datenträger angewiesen ist. Hat man beispielsweise ein Dokument auf einer lokalen Festplatte gespeichert, besteht das Risiko, dass diese beschädigt wird und die Dateien möglicherweise verloren gehen. Hat man die Dateien zusätzlich auf einer Online-Datenablage gesichert, verringert sich die Wahrscheinlichkeit von Datenverlust erheblich. Andererseits birgt die Tatsache, dass die Dateien auf irgendwelchen Servern gespeichert sind, auch das Risiko des Datenmissbrauchs durch die Betreiber. Auch wenn Dropbox versichert, dass die Daten verschlüsselt auf ihren Servern liegen und selbst Mitarbeiter diese nicht einsehen können, wurden in letzter Zeit Fälle bekannt, in denen Dropbox Daten von Benutzern weitergegeben hat. Dem könnte man jedoch entgegenwirken, indem man besonders heikle Daten selbst in verschlüsselter Form abspeichert. 

Die meisten Online-Dateiablagen bieten darüber hinaus noch die Möglichkeit, die Daten jederzeit über eine App auf einem mobilen Gerät zugänglich zu machen. Somit haben Smartphone-Besitzer ihre Daten jederzeit verfügbar. Arbeitet man gerade an einem Dokument und möchte dieses unterwegs Freunden zeigen, kann man es einfach mit der App des Anbieters am Mobiltelefon öffnen und herzeigen. Gerade für Personen, die gerne an kreativen Projekten arbeiten, sei dies Musik, Texte, Film, etc., bietet dies die Möglichkeit die Arbeiten direkt vor Ort zu präsentieren und mit Freunden zu besprechen, um beispielswiese Feedback zu bekommen. 

Ich wollte hier eigentlich keine Lobeshymne auf Dropbox schreiben, auch wenn es ein bisschen danach klingt. Als Benutzer von Online-Dateiablagen sollte man also, wie bei allen Web-Anwendungen, genau zwischen Nutzen und Risiken abwägen. In meinem Fall überwiegen diesbezüglich auf jeden Fall die Vorteile.

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